Was hat Katzen Nassfutter für Vor- und Nachteile?
Vorteile von Katzen Nassfutter:
Die praktische Seite, bequeme Handhabung und die langen Aufbewahrungszeiten, teilweise von bis zu einem Jahr, sind erst einmal Vorzüge für den Halter. Dann ist der Feuchtigkeitsgehalt von 70-80% sehr positiv für die Katzen, da sie es gewohnt sind den Bedarf an Feuchtigkeit direkt über das Rohfutter zu decken. Nassfutter, sprich Dosenfutter kommt der natürlichen Ernährung der Katze mehr entgegen als Trockenfutter. Es enthält mehr Proteine und Fett, deutlich weniger Kohlehydrate, im Schnitt 0-30% in der Trockensubstanz. Seltsamer Weise sind nicht die als hochwertig angesehenen Sorten die Besseren. Im Hinblick auf den Gehalt an pflanzlichen Anteilen, sprich Kohlehydraten, ist dieser in hochwertigen Sorten leider hoch.Dagegen hilft nur das genaue Durchlesen der Produktbeschreibung. Sorten, welche eine hohen Anteil an tierischen Zutaten, wenig oder keine Getreideanteile und kaum Nebenprodukte vorzuweisen haben, sind zu empfehlen. Ein Wechseln der Marken und Sorten ist auch für die Katze nicht nachteilig. Mineralien, Spurenelemente und Vitamine sind oft in sehr unterschiedlicher Ausprägung enthalten, weshalb ein Wechsel eine Über- oder Unterversorgung der Katze zu vermeiden hilft.
Nachteile von Katzen Nassfutter:
Die Qualitätsunterschiede sind gewaltig.
Wenige Nassfuttersorten, die als Alleinfutter deklariert sind, enthalten genug Protein und Fett. Minderwertige Zutaten aus tierischen und pflanzlichen Nebenprodukten sowie zugesetzte Konservierungsstoffe, Zucker und Geschmacksverstärker findet man leider in den Supermarktsorten häufig. Die Verarbeitung und Sterilisation zerstört Fettsäuren und Aminosäuren, oder verändert sie. Große Hitze vernichtet auch Vitamine, Enzyme und Antioxidantien, was den Zusatz von Mineralien, künstlichen Vitaminen und Aminosäuren, speziell Taurin, zwingend notwendig macht. Taurin wird durch die Maillard- Reaktion beim Herstellungsprozess des Futters teilweise vernichtet.
Auch bei Dosenfutter bzw. Nassfutter ist die Katze gezwungen, mehr zu fressen als sie normalerweise fressen würde, um die ausreichende Menge an Nährstoffen zu erhalten. Die Menge ist abhängig von der Qualität des Futters. Hochwertiges Futter ist normalerweise teurer. Die Verdauung ist deshalb ein deutlicher Maßstab, denn viele Mengen übelriechenden Kots bedeuten in der Schlussfolgerung, dass viele nicht verwertbare Bestandteile im Futter enthalten sind.
Der Geruch des Futters ist natürlich intensiv, wobei es in der Konsistenz nicht dem natürlichen Bedürfnis der Katze entspricht. Die Katze kann einen weichen Brei nicht kauen, also auch ihre Zähne nicht dabei reinigen, weshalb Zahnerkrankungen kaum zu vermeiden sind.